Zeitgeschichte | Kolonialismus | Tsingtau wird deutsche Kolonie 1897 | 02100398
Kolonialismus

Während die Großmächte Spanien, Portugal, Großbritannien und Frankreich die Welt längst unter sich aufgeteilt hatten, stand das neugegründete Deutsche Reich unter Kanzler Otto von Bismarck der kolonialen Herrschaftsausdehnung im Zeitalter des Imperialismus zunächst skeptisch gegenüber. Wirtschaftliche Interessen, vor allem aber koloniale Großmachtphantasien Wilhelms II. führten zu einem Kurswechsel in der Außenpolitik der Reichsregierung.

Mit "Schutzgebieten" in Ost- und Westafrika, in China und im westlichen Pazifik versuchte das Reich seinen "Platz an der Sonne" zu sichern. Die deutsche Kolonialpolitik erwies sich jedoch schon bald als wirtschaftlicher und politischer Misserfolg – der "Boxeraufstand" in China demütigte das Deutsche Reich, die blutige Niederschlagung des Herero-Aufstands in Deutsch-Südwestafrika ging als erster Völkermord in die deutsche Geschichte ein. Schon kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs waren fast alle deutschen Kolonien an die Alliierten gefallen.


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