Reichswehr

Die Reichswehr während der Weimarer Republik

Reichswehr

Der Versailler Vertrag legte 1919 den Umfang der deutschen Armee fest und unterwarf sie strengen Beschränkungen hinsichtlich der militärischen Ausrüstung. Politisch und gesellschaftlich wurde sie weitgehend autonom geführt. Die deutschen Streitkräfte verstehen sich selbst als politisch neutral. Zumindest der Offizierskorp teilt dieses Selbstverständnis nicht, nationalkonservatives und antidemokratisches Gedankengut dominiert die Reihen der Offiziere. Die Reichswehr gleicht in den Weimarer Jahren mehr und mehr einem schwer kontrollierbarem „Staat im Staat“ – immer mächtiger, immer schwieriger zu kontrollieren. Militärisch gesehen ist die Reichswehr zu keinem Zeitpunkt zwischen 1921 und 1935 stark genug Deutschlands Grenzen in einem konventionellen Krieg wirkungsvoll zu verteidigen. Die Ausbildung der Soldaten und Offiziere ist dennoch stets solide und modern. Hier wird der Grundstock für die spätere Aufrüstung unter Hitler gelegt.