Nachkriegszeit und Krise des Staats, 1919-1923

Nachkriegszeit und Krise des Staats, 1919-1923

Nachkriegszeit und Krise des Staats, 1919-1923

In der Nachkriegszeit erweist sich der Versailler Vertrag als schwere Bürde für das deutsche Volk. Der Friedensvertrag tritt am 10. Januar 1920 in Kraft, also erst nach mehr als einem Jahr nach dem Ende des Großen Krieges – und mit harten Bedingungen setzt er dem politischen Klima der jungen Republik schwer zu. Gebietsverluste, Reparationszahlungen, Souveränitätsbeschränkungen, fremde Besatzungsmächte, die einseitige Abrüstung und letztlich die deutsche Alleinschuld am Krieg lassen den Vertrag für das deutsche Volk ungerecht und demütigend erscheinen. Dies führt zu Aufständen und Massendemonstrationen. Gleichzeitig hat das Land an den Folgen des Kriegs schwer zu tragen: Wirtschaftskrise und Hyperinflation belasten die ersten Nachkriegsjahre, während die Republik beständig durch politische Radikalisierungen von Links (Ruhraufstand 1920) sowie von Rechts (Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920, Hitler-Ludendorff-Putsch 1923) von Umsturzversuchen bedroht ist.