Die Goldenen Zwanziger Jahre und die Stabilisierung der Weimarer Republik 1924-1929

Goldene 20er und Stabilisierung der Weimarer Republik

Goldenen Zwanziger Jahre und die Stabilisierung der Weimarer Republik

Die Verträge von Locarno, die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund wie auch der Briand-Kellogg-Pakt markieren die Rückkehr Deutschlands als geleichberechtigtes Mitglied in die Völkerfamilie, während im Dawes-Plan und später im Young-Plan eine Regelung der Reparationenfrage gelingt und so scheinbare Stabilität gewährleistet ist. Die politische Situation bleibt angesichts fehlender Mehrheiten und Kabinette weiterhin prekär. Dabei trieb das 1918 eingeführte Frauenwahlrecht nicht nur die weibliche Emanzipation voran und hob damit Geschlechterbarrieren auf sondern begünstigt zudem die Aufhebung der Klassenunterschiede. Das gesellschaftliche Leben profitiert von der guten wirtschaftlichen Lage und markiert unter dem Begriff der „Goldenen Zwanziger“ eine Blütezeit der Kultur, Kunst und Wissenschaft. Der technische Fortschritt und der amerikanische Einfluss (Jazzmusik/Filmkunst) geben der kulturellen Entwicklung in Deutschland starke Impulse. In der „Klassischen Moderne“ brechen Theater, Literatur, Musik, Mode, Design und Lebensart mit den alten Konventionen. Vor allem die städtische Bevölkerung frönt einem ungekannten mondänen Lebensstils. Das strahlende Zentrum des neuen Hochgefühls war Berlin, das sich in diesen Jahren zur pulsierenden Kulturmetropole entwickelt.