Deutschland 1949

Deutschland 1949. Geteilte Geschichte, Bild: Jacoby, ID 00330892)

Geteilte Geschichte

Vier Jahre lagen zwischen dem Untergang des nationalsozialistischen Deutschlands und den Gründungen von BRD und DDR. Sie waren geprägt von den Folgen des Zweiten Weltkriegs, den Zerstörungen und vielfältigen sozialen Problemen, aber auch von Wiederaufbau und einer zunehmenden Normalisierung des Alltagslebens, je weiter sich die Gesellschaft vom Ausnahmezustand der unmittelbaren Nachkriegszeit entfernte. Von Anfang an ereigneten sich diese Entwicklungen in getrennten Sphären, da die Siegermächte das Land eingenommen und in Besatzungszonen aufgeteilt hatten. Und je mehr die ehemaligen Alliierten gegen das "Dritte Reich" zu ideologischen Rivalen wurden, desto mehr wurden auch die jeweils von ihnen protegierten Teile Deutschlands zum lokalen Schauplatz des Kalten Krieges. Im Schicksalsjahr 1949 gipfelte diese Entwicklung in der Gründung von zwei Staaten auf deutschem Boden: Konrad Adenauer unterzeichnete am 23. Mai das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, am 7. Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik in Kraft gesetzt. Zwei Staaten waren entstanden, deren Geschichte für die nächsten 40 Jahre in höchst unterschiedlichen Bahnen verlaufen sollte.


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