Die politische Integration der Besatzungszonen

Weichenstellungen im Zeichen des Ost-West-Konfliktes. Die politische Integration der Besatzungszonen (Bild: ap/dpa/picture alliance, ID 00332884)

Weichenstellungen im Zeichen des Ost-West-Konfliktes

Vier Jahre lagen zwischen Kapitulation und Zerfall des einen Staates und der Gründung von zwei neuen. Die Weichen für diese Entwicklung, die zur letztendlichen Teilung in Ost und West führte, wurden in dieser Zeit gestellt. Die Gruppe um Walter Ulbricht reiste bereits am 30. April 1945 aus dem Moskauer Exil nach Deutschland und begann die Dinge im sowjetisch besetzten Gebiet nach ihrem Interesse (und demjenigen Moskaus) zu ordnen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED, der Staatspartei der künftigen DDR. Auf der anderen Seite berieten die Militärgouverneure Frankreichs, Großbritanniens und der USA zusammen mit den Repräsentanten der westdeutschen Länder über eine verfassungsgebende Versammlung und eine Regierung für die drei westlichen Besatzungszonen. 1948 eskalierte die zunehmende Konfrontation der ehemaligen Anti-Hitler-Koalition, als die Sowjetunion den westlichen Teil Berlins abriegelte – und doch nicht mehr erreichte, als einen Gründungsmythos für die Gegner zu schaffen: Die Rosinenbomber überwanden die Berlin-Blockade und ließen den Besatzer in den Augen der Bevölkerung zur Schutzmacht werden, und die Rückkehr der wenig später gegründeten Bundesrepublik in die internationale Staatengemeinschaft verlief beschleunigt.


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